MEKmedia newsletter 07/2022

RANKING

MEKmedia ist Nr. 2 im „kress pro Ranking“

Das große „kress pro“-Ranking präsentiert in der aktuellen Ausgabe die besten Digitalagenturen und Tools 2022.  Dabei belegt MEKmedia einen hervorragenden Platz 2 in der Kategorie „Apps / Mobile“.

Für das Ranking hat das Magazin „kress pro“ die 150 reichweitenstärksten Onlineangebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz gefragt, welche Dienstleister und Tools bei ihnen zum Einsatz kommen. Das Magazin kress pro ist eines der führenden Branchenblätter für die Medien- und Kommunikationsbranche.

MARKT

Bild: Ampere Analysis

Gast-Artikel von Richard Broughton: „Connected TV - a key part of the solution to a crowded streaming market“

Richard Broughton ist Research Director bei Ampere Analysis Ltd (UK), einem marktführenden Daten- und Analyseunternehmen, das sich auf den Mediensektor spezialisiert hat. Im Artikel beleuchtet er die Schlüsselrolle, die CTV in einem dynamischen Streaming-Markt spielt. 

Connected TV – a key part of the solution to a crowded streaming market

Rapid changes in viewing activity triggered by the COVID pandemic accelerated a number of the underlying structural shifts already occurring across the TV and media landscape. 35% more German Internet users are watching streaming video on daily basis, compared to pre-pandemic and daily usage of connected TV devices has grown by 22% over the same period. 12% more homes have a Smart TV, and 22% more have a streaming adapter like a Chromecast, Apple TV or Roku box.

Yet after two years of rapid change, the market faces an increasingly uncertain period. The COVID ‘hangover’ – reflected in soaring inflation and slowing economic growth – has been coupled with rapid rises in energy prices. These factors are placing significant strains on consumer disposable income.

In this context, a complex media landscape with a fragmented array of services is likely to be looked on unfavourably by time-pressed and cash-poor consumers. The US market, which is a few years ahead of Europe in terms of adoption of subscription streaming products, is finding that cost-of-living challenges are impeding onward growth. An increasingly expensive array of standalone streaming services is difficult to justify for many homes.

While there are many differences between how European and American media markets function, some of the same fundamental challenges will be faced by TV and streaming companies in countries like Germany, France and the UK over the next twelve months. Viewing is more fragmented than ever – the average German Internet user is now using over three different long-form video products every month, and nearly 40% are using four or more. Service and content discovery for these viewers is far from seamless, with consumers needing to navigate between different apps on their connected devices to find the latest content. And against the backdrop of rising costs of living and increasing ‘silo-isation’ of content as broadcasters and studio groups hold back key shows and movies for their own products, consumers are increasingly unable to find a single streaming product which fulfils all their needs. Scrutiny of pricepoints will become more common, and services will find themselves pressed to justify any price-rises, as Netflix has found in the US market in recent quarters.

Reducing points of friction will be key to navigating this landscape. Firstly, to alleviate the price sensitivity challenges which services will face over the next year, streaming products should consider bundling activity – working with partners to create well-priced packages of on-demand products under a single pricepoint and with a single bill. Working with connected TV aggregator partners, or pay TV groups, will be essential. Secondly, players with multiple streaming brands should consolidate under a single app or service, to aid discovery and reduce complexity, with brand or channel markers used inside the interface to signpost and provide direction to consumers. Thirdly, hybrid subscription models should be seriously considered. In a price-conscious market, ad-funded models will allow subscription streamers to take market share even among lower-income homes.

The next year will not be an easy period for many streaming media groups, particularly following 2020 and 2021, but will drive a necessary maturing of the online video market. While the temptation for many groups will be to stand alone and use the power of their brand and content to forge a path forward on their own, the increasingly challenging market conditions will tend to favour those who are able to work most closely with partners across the spectrum of device-makers, aggregators and peer group services.

Autor: Richard Broughton, Research Director at Ampere Analysis Ltd (UK)

Abbildungen: Ampere Analysis

Connected TV – ein wichtiger Teil der Lösung für einen überfüllten Streaming-Markt

Die durch die COVID-Pandemie ausgelösten raschen Veränderungen der Sehgewohnheiten beschleunigten eine Reihe von strukturellen Veränderungen, die bereits in der gesamten Fernseh- und Medienlandschaft zu beobachten waren. 35 % mehr deutsche Internetnutzer sehen sich täglich Streaming-Videos an als vor der Pandemie, und die tägliche Nutzung von vernetzten TV-Geräten ist im gleichen Zeitraum um 22 % gestiegen. 12 % mehr Haushalte verfügen über einen Smart-TV und 22 % mehr über einen Streaming-Adapter wie einen Chromecast, Apple TV oder eine Roku-Box.

Doch nach zwei Jahren des raschen Wandels steht der Markt vor einer zunehmend unsicheren Phase. Der COVID-„Kater“, der sich in einer steigenden Inflation und einem sich verlangsamenden Wirtschaftswachstum widerspiegelt, ist mit einem rapiden Anstieg der Energiepreise einhergegangen. Diese Faktoren stellen eine erhebliche Belastung für das verfügbare Einkommen der Verbraucher dar.

Vor diesem Hintergrund wird eine komplexe Medienlandschaft mit einem zersplitterten Angebot von den unter Zeitdruck stehenden und bargeldarmen Verbrauchern wahrscheinlich als nachteilig empfunden. Der US-Markt, der Europa bei der Einführung von Abonnement-Streaming-Produkten um einige Jahre voraus ist, stellt fest, dass die Lebenshaltungskosten das weitere Wachstum behindern. Ein immer teureres Angebot an eigenständigen Streaming-Diensten ist für viele Haushalte schwer zu rechtfertigen.

Obwohl es viele Unterschiede zwischen den europäischen und amerikanischen Medienmärkten gibt, werden TV- und Streaming-Unternehmen in Ländern wie Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich in den nächsten zwölf Monaten mit denselben grundlegenden Herausforderungen konfrontiert sein. Die Nutzung ist fragmentierter als je zuvor – der durchschnittliche deutsche Internetnutzer nutzt heute jeden Monat mehr als drei verschiedene Longform-Videoprodukte, und fast 40 % nutzen vier oder mehr. Die Suche nach Diensten und Inhalten ist für diese Zuschauer alles andere als nahtlos, da die Verbraucher zwischen verschiedenen Apps auf ihren Connected Devices navigieren müssen, um die neuesten Inhalte zu finden. Und vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten und einer zunehmenden „Silo-isierung“ von Inhalten, durch Sender und Studiogruppen, welche wichtige Sendungen und Filme für ihre eigenen Produkte zurückhalten, sind die Verbraucher immer weniger in der Lage, ein einziges Streaming-Produkt zu finden, das alle ihre Bedürfnisse erfüllt. Die Preispunkte werden immer häufiger hinterfragt, und die Dienste werden unter Druck geraten, Preiserhöhungen zu rechtfertigen, wie Netflix in den letzten Quartalen auf dem US-Markt feststellen musste.

Die Verringerung von Reibungspunkten wird der Schlüssel zur Navigation in dieser Landschaft sein. Um die Herausforderungen der Preissensibilität, denen sich die Dienste im nächsten Jahr gegenübersehen werden, zu verringern, sollten Streaming-Produkte erstens Bündelungsaktivitäten in Betracht ziehen, d. h. mit Partnern zusammenarbeiten, um preisgünstige Pakete von On-Demand-Produkten unter einem einzigen Preispunkt und mit einer einzigen Rechnung zu erstellen. Die Zusammenarbeit mit Connected TV-Aggregatoren oder Pay-TV-Konzernen wird von entscheidender Bedeutung sein. Zweitens sollten Akteure mit mehreren Streaming-Marken unter einer einzigen App oder einem einzigen Dienst konsolidiert werden, um die Auffindbarkeit zu erleichtern und die Komplexität zu verringern, wobei Marken- oder Kanalmarkierungen innerhalb der Schnittstelle verwendet werden sollten, um den Verbrauchern eine Orientierung zu geben. Drittens sollten hybride Abonnementmodelle ernsthaft in Betracht gezogen werden. In einem preisbewussten Markt werden werbefinanzierte Modelle es den Abo-Streamern ermöglichen, auch in Haushalten mit geringerem Einkommen Marktanteile zu gewinnen.

Das nächste Jahr wird für viele Streaming-Medienkonzerne keine leichte Zeit sein, insbesondere nach 2020 und 2021, aber es wird eine notwendige Reifung des Online-Videomarktes vorantreiben. Während die Versuchung für viele Gruppen darin bestehen wird, allein zu stehen und die Kraft ihrer Marke und ihrer Inhalte zu nutzen, um sich einen Weg nach vorne zu bahnen, werden die zunehmend schwierigen Marktbedingungen eher diejenigen begünstigen, die in der Lage sind, am engsten mit Partnern aus dem Spektrum der Gerätehersteller, Aggregatoren und Peer-Group-Dienste zusammenzuarbeiten.

Autor: Richard Broughton, Forschungsdirektor bei Ampere Analysis Ltd (UK)

Abbildungen: Ampere-Analysis

EVENT

Save the date: MEDIENTAGE MÜNCHEN vom 18. – 20.10.2022

Nach zwei Jahren digitaler und hybrider Umsetzung freuen sich die MEDIENTAGE MÜNCHEN auf eine Präsenzveranstaltung mit Speakern und Publikum vor Ort. Auch wir von MEKmedia werden wieder mit einem spannenden CTV-Panel vor Ort sein und freuen uns auf ein Wiedersehen!

An den drei Tagen erwartet euch ein Konferenzprogramm auf mindestens vier parallelen Bühnen mit etwa 400 Speakern. Zudem wird es 2022 ein Special zu Web3, the Metaverse und Medien in der NFT-Economy geben. Auf der Expo präsentieren sich TV-Sender, Audio-Expertinnen und -Experten sowie Technologie-Anbieter.

Außerdem wird 2022 der „Blaue Panther – TV & Streaming Award“ im Rahmen der #MTM22 in München verliehen. Die Preise werden bei einer Award-Show am 19. Oktober übergeben – unter anderem von der für die bayerische Fernseh- und Filmwirtschaft zuständigen Digitalministerin Judith Gerlach

INSIGHTS

Feste feiern – große Sommerparty für 15 Jahre MEKmedia

Mit fast 100 Gästen feierte die MEKmedia bis in die launig-milde Sommernacht ihr 15-jähriges Bestehen. Die Geschäftsführer und Gründer Matthias Moritz und Martin C. Körner freuten sich über die vielen Gratulanten, darunter auch der berühmte Further Drache. 😊

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